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Veranstaltungen

 
Donnerstag, 9. Februar / 19.30 Uhr

Walter Trier: Nazi-Deutsch in 22 Lektionen - Vortrag und Ausstellung

Walter Trier (1890-1951) war einer der bekanntesten „Pressezeichner“ der Weimarer Republik. Mit spitzer Feder kommentierte er Politik und Gesellschaft. 1936 entkommt Walter Trier der Gestapo nur knapp nach England. Aber auch aus dem Exil weiß er sich zu wehren. Es entstehen eine ganze Reihe antifaschistischer Karikaturen, deren wohl markantester Ausdruck die Flugschrift „Nazi German in 22 Lessons“ ist, die Anfang 1942 Maschinen der britischen Royal Air Force über den von Nazi‑Deutschland besetzten Gebieten abgeworfen haben (vgl. dazu die Ausstellung in der Versöhnungskirche, ab 1. Februar 2023). Die Kunsthistorikerin Dr. Antje M. Warthorst berichtet über Leben und Schaffen von Walter Trier. Sein antifaschistischer Kampf aus dem Exil steht dabei im Mittelpunkt.te

Ort: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau (Gesprächsraum)

Veranstalter: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau



 
Donnerstag, 16. Februar 2023 / 19.30 Uhr

Briefe aus dem KZ Dachau – Korrespondenz zwischen Johannes Neuhäusler und Kardinal Michael von Faulhaber (1941-1945)

Der Vortrag nimmt die wechselseitigen Korrespondenzen zwischen Kardinal Michael von Faulhaber und Johannes Neuhäusler (1888-1973) während dessen Internierung im Konzentrationslager Dachau zwischen 1941 und 1945 in den Blick. Der Münchener Diözesanpriester und spätere Weihbischof (ab 1947) Johannes Neuhäusler war in seiner Funktion als kirchenpolitischer Referent des Erzbistums München und Freising ab 1933 hauptverantwortlich für die Kommunikation mit den staatlichen Stellen des Dritten Reiches. Nach seiner vierjährigen Inhaftierungszeit in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau nahm er sich in seiner 1946 erschienenen Dokumen‑ tation „Kreuz und Hakenkreuz“ der Verteidigung der Haltung der Katholischen Kirche im Dritten Reich an.

Ort: Pfarrheim St. Jakob (Jakobuszimmer), Pfarrstraße 7, Dachau

Referent: Fabian Flohr, Doktorand im Fach Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München

In Zusammenarbeit mit: Dachauer Forum und Pfarrei St. Jakob Dachau



 
Sonntag, 26. Februar 2023 / 15 Uhr

Kreuzweg auf dem KZ-Friedhof am Leitenberg

Auf dem Weg zum KZ-Friedhof am Leitenberg ist 1963 zusammen mit der Kapelle Regina Pacis (Königin des Friedens) ein Kreuzweg mit 14 Stationen errichtet worden, die zum Verweilen und Nachdenken einladen. Die Andacht mit ausgewählten Stationen nimmt die Schicksale von NS -Verfolgten in den Blick und stellt sie in den Zusammenhang mit dem Leidensweg Jesu. Sie will so einen etwas anderen Blick auf die beginnende Fastenzeit werfen.

Ort: Leitenberg /Dachau-Etzenhausen; Treffpunkt am Parkplatz




 
Jeden 1. Freitag im Monat | 14.30 Uhr

Gebet in der Todesangst-Christi-Kapelle

Die Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte und der Karmel Heilig Blut laden jeweils am 1. Freitag im Monat, 14.30 Uhr, in die Todesangst-Christi-Kapelle zum Gebet ein.
Im Mittelpunkt dieser Andachten stehen das Gedenken an ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers und das Gebet um Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit.
Die Andacht bezieht jeweils mit einer Stille das Läuten der Glocke an der Kapelle gegen 14.50 Uhr ein und mündet für alle, die möchten, in das Stundengebet (Non) der Schwestern in der Kirche des Karmel Heilig Blut.

Datum:   jeden 1. Freitag im Monat
Zeit:        jeweils 14.30 Uhr
Ort:         Todesangst Christi Kapelle

Termine
: 13. Januar (!) / 3. Februar / 3. März


 
Jeden Freitag | 12.30 Uhr

Ökumenisches Versöhnungsgebet
unter dem Nagelkreuz von Coventry

Jeden Freitag laden wir zum ökumenischen Versöhnungsgebet unter dem Nagelkreuz von Coventry ein. Vom englischen Coventry, dessen Kathedrale im November 1940 von deutschen Bombern zerstört wurde, ging schon im Krieg der Ruf zur Versöhnung aus. Zum Symbol wurde das Kreuz, das aus drei mittelalterlichen Nägeln aus den Ruinen geformt wurde. Heute gibt es weltweit mehr als 240 Nagelkreuzzentren, die in diesem Geist für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung arbeiten und so eine lebendige Erinnerungs- und Erzählgemeinschaft bilden.

Am 8. Mai 2012, dem Jahrestag des Kriegsendes in Europa, hat Canon (Domkapitular) David Porter von der Kathedrale von Coventry, die 1940 von deutschen Bombern zerstört wurde, ein Nagelkreuz von dort für die Ökumenische Gemeinschaft der Evangelischen Versöhnungskirche und der Katholischen Seelsorge in der KZ-Gedenkstätte Dachau überbracht. Wir sind damit Teil der weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft.

Jeden Freitag um 12.30 Uhr laden wir zum Versöhnungsgebet von Coventry in die Versöhnungskirche ein!


Links:
Nagelkreuzgemeinschaft

Dokumente:
Pressebericht von der Übergabefeier des Nagelkreuzes
Predigt von Canon David Porter am 8. Mai 2012 bei der Übergabe des Nagelkruzes