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Veranstaltungen

 
März bis August 2019 und September 2019 bis Februar 2020

Halbjahresprogramme zum Download

Wenn Sie gerne eine gedruckte Ausgabe des Halbjahresprogramms bekommen möchten, schreiben Sie bitte eine Mail an LSchmidinger@eomuc.de


Dokumente:
Halbjahresprogramm 2019_09-2020_03
Halbjahresprogramm 2019_03-08
Halbjahresprogramm 2018_09-2019-02
 
Jeden 1. Freitag im Monat | 14.30 Uhr

Gebet in der Todesangst-Christi-Kapelle

Die Katholische Seelsorge und der Karmel an der KZ-Gedenkstätte laden ein jeweils am 1. Freitag im Monat, 14.30 Uhr in der Todesangst-Christi-Kapelle.

Im Mittelpunkt dieser Andachten stehen das Gedenken und das Gebet um Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit; sie sind meist konkreten Persönlichkeiten bzw. Porträts von ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers gewidmet.
Die Andacht bezieht jeweils mit einer Stille das Läuten der Glocke an der Kapelle um 14.50 Uhr ein und mündet in das Stundengebet (Non) der Schwestern in der Kirche des Karmel Heilig Blut.

Datum:   4. Oktober | 1. November (16.00 Uhr) | 6. Dezember
Zeit:        jeweils 14.30 Uhr
Ort:         Todesangst Christi Kapelle


 
Jeden Freitag | 12.30 Uhr

Ökumenisches Versöhnungsgebet
unter dem Nagelkreuz von Coventry

Am 8. Mai 2012, dem Jahrestag des Kriegsendes in Europa, hat Canon (Domkapitular) David Porter von der Kathedrale von Coventry, die 1940 von deutschen Bombern zerstört wurde, ein Nagelkreuz von dort für die Ökumenische Gemeinschaft der Evangelischen Versöhnungskirche und der Katholischen Seelsorge in der KZ-Gedenkstätte Dachau überbracht.

Wir sind damit Teil der weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft.
Jeden Freitag um 12.30 Uhr laden wir  gemeinsam mit den Kollegen von der Evangelischen Versöhnungskirche zum Versöhnungsgebet von Coventry ein.
Wir freuen uns über weitere Mitwirkende!

Ort: Versöhnungskirche oder Todesangst-Christi-Kapelle


Links:
Nagelkreuzgemeinschaft
Verschiedene Informationen

Dokumente:
Pressebericht von der Übergabefeier des Nagelkreuzes
Predigt von Canon David Porter am 8. Mai 2012 bei der Übergabe des Nagelkruzes
 
Sonntag, 15. September 2019 | 16.00 Uhr | Versöhnungskirche

Gedenkkonzert von ADAM BAŁDYCH
zum 80. Jahrestag des ersten Transportes
von NS-Gegnern aus Polen ins KZ Dachau

„Hier in Dachau höre ich unsere Melodien … Ich vergaß den elektrisch geladenen Stacheldrahtzaun“
Bereits zwei Wochen nach dem deutschen Überfall auf Polen traf am 16. September 1939 der erste Transport mit 25 Männern im KZ Dachau ein. Bis April 1945 verschleppten die Nationalsozialisten mehr als 40.700 polnische Häftlinge nach Dachau, fast 10.000 von ihnen wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt, etwa 1800 als christliche Geistliche unterschiedlicher Konfessionen. Im Lager stellten die Polen die größte nationale Gruppe. Etwa 8400 Männer und Frauen aus Polen wurden im Dachauer KZ-System ermordet.
Doch selbst am Ort des Terrors fanden polnische Häftlinge Mittel und Wege zur Selbstbehauptung. Zeitweise duldete die SS kulturelle Darbietungen. „Hier in Dachau höre ich unsere Melodien … Ich vergaß den elektrisch geladenen Stacheldrahtzaun“ – so erinnerte sich Adam Kozłowiecki SJ an die Aufführung Ende August 1943 auf dem Appellplatz. Edgar Kupfer-Koberwitz notierte in sein geheimes Tagebuch: „Für die Polen war das ein unendlicher Jubel. Nach so langer Zeit der Unterdrückung, da sie verachtet und moralisch angespuckt waren im Lager, … vor aller Welt zu zeigen: ‚Das ist Polen, – das sind wir!‘“ Dirigent war der damals vierunddreißigjährige Musiker Mieczysław Kulawik aus Myszków unweit von Kattowitz. Als Geigenvirtuose hat er mit seinem Spiel auch die Mithäftlinge im Krankenrevier getröstet. Nach fünf Jahren im KZ Dachau wurde er 1945 befreit und kehrte nach Kattowitz zurück.
Jahrzehnte später studierte an der dortigen Musikakademie Adam Bałdych, geboren 1986 in Gorzów Wielkopolski nahe der polnisch-deutschen Grenze. 2014 wurde er von den Lesern des Jazzforums zum „Geiger des Jahres“ gewählt, 2016 wurde ihm der Verdienstorden für polnische Kultur verliehen. Im März 2019 erschien seine neue CD „sacrum profanum“, auf der er Klassik und Jazz miteinander verbindet. Der international bekannte Künstler, der heute in dem Alter ist, in dem Mieczysław Kulawik im KZ Dachau war, kommt zum Gedenkkonzert erstmals nach Dachau. Er spielt Melodien, die im KZ Dachau Häftlinge ermutigt haben, und Werke von Szymon Laks und anderen verfolgten polnischen Komponisten. Laks wurde 1901 in Warschau geboren und wuchs in einer jüdischen Familie auf. 1941 wurde er in Paris verhaftet und 1942 ins KZ Auschwitz verschleppt, wo er Geiger und später Leiter des Männerorchesters war. 1944 kam er nach Sachsenhausen und von dort im November 1944 ins KZ Dachau (Außenlager Kaufering XI). Ende April 1945 wurde er befreit und kehrte nach Frankreich zurück.
Andrzej Osiak, Generalkonsul der Republik Polen in München, erinnert in seiner Begrüßung an den Beginn des Zweiten Weltkriegs und an den Verteidigungskrieg vor 80 Jahren.
Kirchenrat Dr. Björn Mensing und Pastoralreferent Ludwig Schmidinger, die Beauftragten der evangelischen und der katholischen Kirche für die Gedenkstättenarbeit in Dachau, gestalten gemeinsam mit Ernst Grube, Shoah Überlebender und Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau und des Kuratoriums der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, das namentliche Gedenken für polnische Häftlinge mit unterschiedlichem Verfolgungshintergrund.
Als Ehrengäste kommen aus Polen Janina und Katarzyna Werner, Schwiegertochter und Enkeltochter von Bronisław Werner aus Nowe Miasto Lubawskie, der im KZ Dachau am 16. November 1941 im Alter von 42 Jahren ermordet wurde.
Zum Gedenkkonzert werden in der Versöhnungskirche biographische Banner aus der internationalen Wanderausstellung „Namen statt Nummern“ gezeigt.

Hinweise für unsere Gäste
Das öffentliche Gedenkkonzert erreichen Sie zu Fuß bei freiem Eintritt über alle Zugänge zur KZ-Gedenkstätte Dachau.
Der kürzeste Fußweg führt über den Zugang zum Karmel Heilig Blut, Alte Römerstraße 91, 85221 Dachau.
Die MVV-Bushaltestelle Kloster Karmel befindet sich in der Nähe dieses Zugangs.
Von der MVV-Bushaltestelle KZ-Gedenkstätte am Besucherzentrum benötigen Sie zu Fuß etwa 10 Minuten zur Versöhnungskirche. Sie durchqueren dabei das frühere Häftlingslager.
Parkmöglichkeiten gibt es beim Karmel Heilig Blut, an der Alten Römerstraße, auf dem Parkplatz der KZ Gedenkstätte (für Gäste des Gedenkkonzerts gebührenfrei, etwa 15 Minuten Fußweg) und an der Otto-Hahn-Straße / Ecke Felix-Wankel-Straße (nahe der MVV Bushaltestelle Kloster Karmel im Gewerbegebiet Dachau-Ost).
Gäste mit Mobilitätseinschränkungen wenden sich bitte im Vorfeld an das Büro der Versöhnungskirche:
info@versoehnungskirche-dachau.de oder  Tel. 081 31 / 136 44.
Die Gäste werden freundlich gebeten, sich bis 15.55 Uhr in der Versöhnungskirche einzufinden. Wenn im Kirchenraum alle Plätze belegt sind, wird das Gedenkkonzert bei trockener Witterung in den Innenhof, bei Regen in den Gesprächsraum der Versöhnungskirche übertragen.
Das Gedenkkonzert endet gegen 17.30 Uhr. Alle Ausgänge der KZ-Gedenkstätte sind dann noch offen.
Die Versöhnungskirche ist nicht beheizbar.

Veranstalter
Generalkonsulat der Republik Polen in München https://monachium.msz.gov.pl/de/
Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau www.gedenkstaettenseelsorge.de
Evangelsiche Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau www.versoehnungskirche-dachau.de

Am Abend um 19.00 Uhr lädt das Landratsamt  Dachau und das polnische Generalkonsulat ein zum
Vortrag "Polen und Deutsche. Gegenseitige Wahrnehmung vor dem Vernichtungskrieg"
im Max-Mannheimer-Haus in der Roßwachtstraße 15.
Näheres siehe LINK bzw. Dokumente


Links:
Einladung zum Vortrag am Abend im Max-Mannheimer-Haus

Dokumente:
Plakat zum Ausdrucken
Einladung - Faltblatt zum Ausdrucken
Einladung und Anmeldung zum Vortrag Polen und Deutsche
 
Samstag, 19. Oktober 2019 | 9.30 - 17.00 Uhr | Versöhnungskirche

gedenken – erinnern – versöhnen
Seminartag zu 75 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers
Dachau und seiner Außenlager

In den letzten Kriegswochen trieben die Nazis noch tausende KZ-Häftlinge auf den Todesmärschen in Richtung Alpen. Die Alliierten befreiten am 29. April 1945 das Konzentrationslager Dachau. Als am 8. Mai der Waffenstillstand vereinbart wurde, hatten mehr als 60 Millionen Menschen ihr Leben lassen müssen.
Der ökumenische Seminartag wendet sich besonders an Interessierte in Schulen, Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen, die in ihrem Umfeld an das Kriegsende gedenken wollen. Neben historischen Informationen, bietet das Seminar Anregungen zur Gestaltung von Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs im Frühjahr 2020.
Informationen  und Anmeldung bis 14. Oktober 2019
unter Tel. 081 31/ 136 44 oder info@versoehnungskirche-dachau.de
Kooperation: Evangelische Versöhnungskirche und Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau


Dokumente:
Seminartag 19.10.19 Anschreiben
Seminartag 19.10.19 Einladungs-Faltblatt
 
Z U M  A U S L E I H E N :

Ausstellung:
Fritz Gerlich (1883-1934) – Als Journalist gegen Hitler

In der Nacht von 30. Juni auf 1. Juli 1934 wurde Fritz Michael Gerlich im KZ Dachau ermordet. Am 9. März 1933 wurde er gleich nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten von einem SA-Trupp in der Redaktion der Zeitschrift „Der gerade Weg“ verhaftet. In den 15 Monate im Polizeigefängnis in München und in Stadelheim war er mehrfach schwersten Misshandlungen ausgesetzt. Seit 1930 hatte Gerlich mit seiner Zeitschrift gegen Hitler und die Nazis gekämpft: „Nationalsozialismus heißt: Lüge, Hass, Brudermord und grenzenlose Not.”

Die Ausstellung zeigt auf 17 Bannern (ca. 80x220 cm) vor allem Dokumente der Auseinandersetzung Fritz Gerlichs mit dem Nationalsozialismus und einige biografische Informationen.

Sie kann ausgeliehen werden. Nähere Informationen bei Ludwig Schmidinger (siehe Kontakt).


Links:
Film bei Landesmediendienste Bayern: Geheimakte Gerlich/Bell
Website zu Gerlich

Dokumente:
Bericht in der SZ-Dachau vom 28.05.09
 
Auf Anfrage: Hofstatt, Innenhof (Zugang von Färbergraben und Sendlinger Straße), München

Der Gerade Weg gegen Hitler
auf den Spuren von Dr. Fritz Gerlich
- von den Nationalsozialisten ermordeter Journalist

Geführter Rundgang mit u.a. folgenden Stationen 
ehemaliges SZ‑Gebäude |  Hofstatt, Ettstraße (Polizeipräsidium) | Pater-Rupert-Mayer-Museum (Bürgersaalkirche) | Dom.
Referent:  Georg Walser   ||   Dauer: ca. 2 Stunden
In der von ihm herausgegebenen Zeitung "Der gerade Weg" hatte Fritz Gerlich u.a. am 31. Juli 1932 geschrieben „Nationalsozialismus heißt: Lüge, Hass, Brudermord und grenzenlose Not.”Schon am 9. März 1933 wurde er in seinen Redaktionsräumen von den Nationalsozialisten mißhandelt und verhaftet, im Polizei-Gefängnis in der Ettstraße im Mai 1933 fast totgeschlagen und zum Selbstmord aufgefordert.
Am 30. Juni 1934 wurde er von der Ettstraße in das Konzentrationslager Dachau verschleppt und dort noch in derselben Nacht ermordet.

Referent: Georg Walser, Zorneding | Kursgebühr € 9,-- MVV Ticket erforderlich!
Kooperation mit Münchner Bildungswerk e.V.
Karten sind am Treffpunkt erhältlich!

Das Bayerische Fernsehen brachte im Juni 2014 eine zu Gerlich - der Rundgangsleiter Georg Walser kommt mehrfach zu Wort (siehe LINK - leider nicht mehr in der Mediathek)


Links:
Treffpunkt Hofstatt
LINK zum MÜNCHNER BILDUNGSWERK
LINK zu STATTREISEN
Dokumentation des BR zu Fritz Gerlich
Arbeitshilfe von www.filmwerk.de zum Film
 
verschiedene Termine im Jahr 2019

Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau

Die KZ-Gedenkstätte Dachau und deren Bildungsabteilung führen z.T. regelmäßige Veranstaltungen durch; soweit sie nicht hier erscheinen, sind sie auf der homepage der KZ-Gedenkstätte angekündigt.

Zeitzeugengespräche | Themenführungen | Vorträge | Buchvorstellung


Links:
Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau