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Veranstaltungen

 
September 2017 bis Februar 2018

Halbjahresprogramm zum Download




Dokumente:
Sept. 2017 bis Febr. 2018
 
Jeden 1. Freitag im Monat | 14.30 Uhr

Gebet in der Todesangst-Christi-Kapelle

Die Katholische Seelsorge und der Karmel an der KZ-Gedenkstätte laden ein jeweils am 1. Freitag im Monat, 14.30 Uhr in der Todesangst-Christi-Kapelle.

Im Mittelpunkt dieser Andachten stehen das Gedenken und das Gebet um Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit; sie sind meist konkreten Persönlichkeiten bzw. Porträts von ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers gewidmet.
Die Andacht bezieht jeweils mit einer Stille das Läuten der Glocke an der Kapelle um 14.50 Uhr ein und mündet in das Stundengebet (Non) der Schwestern in der Kirche des Karmel Heilig Blut.

2017
Datum:
   3. November: 16.00 Uhr mit Gräbersegnung  (keine Andacht um 14.30 Uhr!) | 1. Dezember |
2018:      5. Januar | 2. Februar | 2. März | 6. April | 4. Mai | 1. Juni
Zeit:        jeweils 14.30 Uhr
Ort:         Todesangst Christi Kapelle


 
Jeden Freitag | 12.30 Uhr

Ökumenisches Versöhnungsgebet
unter dem Nagelkreuz von Coventry

Am 8. Mai 2012, dem Jahrestag des Kriegsendes in Europa, hat Canon (Domkapitular) David Porter von der Kathedrale von Coventry, die 1940 von deutschen Bombern zerstört wurde, ein Nagelkreuz von dort für die Ökumenische Gemeinschaft der Evangelischen Versöhnungskirche und der Katholischen Seelsorge in der KZ-Gedenkstätte Dachau überbracht.

Wir sind damit Teil der weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft.
Jeden Freitag um 12.30 Uhr laden wir  gemeinsam mit den Kollegen von der Evangelischen Versöhnungskirche zum Versöhnungsgebet von Coventry ein.
Wir freuen uns über weitere Mitwirkende!

Ort: Versöhnungskirche oder Todesangst-Christi-Kapelle


Links:
Nagelkreuzgemeinschaft
Verschiedene Informationen

Dokumente:
Pressebericht von der Übergabefeier des Nagelkreuzes
Predigt von Canon David Porter am 8. Mai 2012 bei der Übergabe des Nagelkruzes
 
Dienstag, 24. Oktober 2017 ab 18.00 Uhr | München - Kranhalle im Feierwerk

Geschichten, um nicht aufzugeben!
Filmvorführung und Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube

Ernst Grube ist einer der bekanntesten Münchner Zeitzeugen der NS-Diktatur.
Er erlebte seine Kindheit in der bayerischen Landeshauptstadt als einer, der ausgegrenzt wurde, der in Lagern mitten in München leben und den gelben Stern tragen musste. Zusammen mit seiner jüdischen Mutter und seinen beiden Geschwistern wurde er 1945 nach Theresienstadt deportiert.
Bis heute ist Ernst Grube unermüdlich als Zeitzeuge an Gedenkstätten, in Schulen, bei Vereinen und in Bildungseinrichtungen aktiv.
Er nimmt das Vermächtnis der NS-Opfer ernst: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg, lautet seine Botschaft.
Seit Jahrzehnten wirkt Ernst Grube auch im Umfeld der KZ-Gedenkstätte Dachau mit: Im Präsidium der Lagergemeinschaft, im Kuratorium der Evangelischen Versöhnungskirche, im Vorstand des Fördervereins für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit, bei der Internationalen Jugendbegegnung, im Max-Mannheimer-Haus, im Kuratorium der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, am Runden Tisch für Zeitgeschichte und am Runden Tisch gegen Rassismus.
Der 60-minütige Dokumentarfilm von Christel Priemer und Ingeborg Weber begleitet Ernst Grube. Entstanden ist ein berührendes Porträt über den Münchner Juden und Kommunisten Ernst Grube und ein Zeichen für Toleranz, Freundlichkeit und Abkehr von Gewalt und Krieg.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.



Dokumente:
Grube Ernst Film Feierwerk
 
Mittwoch, 25. Oktober 2017 | 16.00-17.30 Uhr | Marienplatz in München

POETEN DEMONSTRIEREN FÜR DIE MENSCHENRECHTE

Eine Gemeinschaftsveranstaltung von AMNESTY INTERNATIONAL und der
Zeitschrift DAS GEDICHT.

Der Münchner Lyriker Ludwig Steinherr, mit dem Anton G. Leitner im Jahr 1992 seine Zeitschrift DAS GEDICHT gründete, engagiert sich seit Jahren bei Amnesty International.
Weil DAS GEDICHT immer wieder mit Aktionen im öffentlichen Raum hervorgetreten ist und weil weltweit Autokraten und Extremisten in erschreckender Weise an Einfluss und Macht gewinnen, erscheint es dringend geboten, anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten auch ein Statement für die Menschenrechte abzugeben.
Rund 20 Poetinnen und Poeten aus dem Münchner Festprogramm, u. a. Sujata Bhatt, Bumillo, Semier Insayif, Anatoly Kudryavitsky, José F. A. Oliver und Said, lesen am Mittwoch, den 25. Oktober 2017 ab 16 Uhr auf dem Marienplatz im Herzen Münchens unter freiem Himmel für Amnesty International und setzen sich dabei für verfolgte Künstler und Publizisten ein.

Künstlerische Leitung:
Anton G. Leitner (DAS GEDICHT) und Ludwig Steinherr (Amnesty International)
Versammlungsleiter: Ludwig Steinherr (München)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Melanie Arzenheimer (Eichstätt), Michael Augustin (Bremen), Ulrich Beck (Bremen), Sujata Bhatt, (Bremen), Bumillo (München), Paul-Henri Campbell (Montabaur), Richard Dove (München), Christophe Fricker (Bristol, GB), Klára Hurková (Aachen), Semier Insayif (Wien), Gerald Jatzek (Wien), Anatoly Kudryavitsky (Dublin), Christoph Leisten (Würselen), Anton G. Leitner (Weßling), Jana Mathy (Heidelberg), José F. A. Oliver (Hausach), Hellmuth Opitz (Bielefeld), Franziska Röchter (Verl), Georg Maria Roers SJ (Berlin), Said (München), Ludwig Steinherr (München) und David Westphal (München).
Veranstalter: Amnesty International (Bezirkskoordinationsgruppe gegen die Todesstrafe, Bezirk München/Oberbayern) und Anton G. Leitner Verlag | DA



Dokumente:
AI_Pressemitteilung
Das Gedicht_AI
 
Donnerstag, 26. Oktober 2017 | 19.00 Uhr | Markt Indersdorf, Marienplatz 7, Barocksaal des Klosters

Zeitzeugengespräch mit MANNY DRUKIER aus Toronto

Moniek Drukier wird 1928 in einer orthodoxen Mittelstandsfamilie in Lodz geboren.Nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 konnte Moniek keine Schule mehr besuchen. Die Familie überlebte zunächst unter armseligsten Bedingungen in Kielce und Stáczow, und musste schließlich ab November 1942 unter KZ-ähnlichen Bedingungen in der Rüstungsproduktion der HASAG Sklavenarbeit verrichten. Anfang 1945 wurden Moniek und sein Vater Gavriel ins KZ-Buchenwald deportiert, zuletzt ins Außenlager Flößberg bei Leipzig. Auf dem Transport nach Mauthausen starb Gavriel Drukier.
Moniek konnte zusammen mit Izidor Wierzbinski aus dem fahrenden Zug springen. Nach ihrer ersten körperlichen Erholung lebten die beiden bei der amerikanischen Armee in der Nähe von Marienbad. Moniek und Izidor kamen Anfang 1946 ins internationale Kinderzentrum Kloster Indersdorf, wo die meisten seiner Fotos entstanden, die er jetzt dem Heimatverein Indersdorf überlassen hat. Moniek und Izidor zogen im Sommer 1946 mit dem Indersdorfer Kinderzentrum nach Prien am Chiemsee, von wo aus sie schließlich Ende 1946 in die USA auswandern konnten.
Mutter Eadis und Schwester Anna überlebten Auschwitz und andere Konzentrationslager und trafen Moniek nach dem Krieg in Kanada bei Verwandten wieder.
Manny Drukier kommt jetzt aus Toronto mit seiner Frau Freda, seinen Kindern Gordon, Laurie, Wendy und Cindy sowie seinen Enkeln Leah und Brett und einem kanadischen Filmteam erstmalig (wieder) nach Indersdorf.
Das öffentliche Zeitzeugengespräch am 26. Oktober, 19 Uhr, im Barocksaal des Klosters Indersdorf ist eine Kooperationsveranstaltung des Heimatvereins Indersdorf und der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. Sie wird unterstützt durch den Landkreis Dachau und die Marktgemeinde Indersdorf.
Für die Veranstaltung wird ab 18 Uhr der Alte Klostereingang unter den Arkaden wieder geöffnet und unsere Ausstellung "Zurück ins Leben"/"Life After Survival" wieder zu sehen sein, die wir im vergangenen Jahr bei den Vereinten Nationen in New York gezeigt haben.
Anna Andlauer, Projektverantwortliche des Heimatvereins Indersdorf e.V.


Links:
Lageplan Kloster Indersdorf

Dokumente:
Einladung zum Ausdrucken
 
Freitag, 27.10.17 | 18.00 Uhr | Schloss Hohenkammer, Schlossstraße 20

Hohenkammer in der NS Zeit
Namen statt Nummern – Lebensgeschichten aus dem dörflichen Widerstand

Am 30. Juni 1933 wurden in Hohenkammer drei junge Männer festgenommen und ins KZ Dachau gebracht. Neue Gedächtnisblätter aus Hohenkammer und Petershausen ergänzen die Gedächtnisbuch-Ausstellungen "Namen statt Nummern" und "Das Lager und der Landkreis".

Eröffnung am 27. Oktober 2017 um 18.00 Uhr
Foyer Schloss Hohenkammer, anschließend Sektempfang
Dauer: 27. Oktober bis 8. November 2017
Öffnungszeiten: täglich 8.00 bis 20.00 Uhr

Leitung: Sabine Gerhardus, Projektleiterin
Ort: 
Schloss Hohenkammer, Schlossstr. 20, Schlossstr. 20, D-85411 Hohenkammer
Kooperation: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hohenkammer, dem Kath. Kreisbildungswerk Freising und dem Schloss Hohenkammer
Näheres siehe im Einladungsblatt (Dokumente)



Links:
Lageplan Schloß Hohenkammer
Einladung auf Gedächtnisbuch-Blog

Dokumente:
Einladung Hohenkammer
 
Freitag, 3. November 2017 | 16.00 Uhr Beginn in der Todesangst-Christi-Kapelle

Gräbersegnung zu Allerseelen

Der Feiertag Allerseelen dient dem Gedenken an alle Verstorbenen.
Am Tag nach Allerseelen möchten wir mit einer Andacht in der Kapelle und einem anschließenden Gebet vor dem mit einem Kreuz bezeichneten Aschengrab beim Krematorium möchten besonders der im KZ Dachau durch Hunger, Krankheit, Entkräftung oder direkten Mord ums Leben gekommenen Menschen gedenken, deren Leichname hier verbrannt worden sind, und deren Asche hier geborgen ist.

 
Montag, 6. November 2017 | 19.00 Uhr | München - Jüdisches Gemeindezentrum

Buchvorstellung: TAXI AM SHABBAT
Eine Reise zu den letzen Juden Europas

Mehr als 75 Jahre nach Beginn des Holocaust reisen zwei Journalisten an die Orte, die vor dem Zweiten Weltkrieg Zentren des osteuropäischen Judentums waren. Sie wollen wissen, wie sich jüdisches Leben nach 1945 in sieben ehe-mals kommunistisch beherrschten Ländern im Osten Europas entwickelt hat.
Wurden Juden wieder in ihren Rechten anerkannt, ihr Eigentum restituiert und die Täter zur Rechenschaft gezogen? Verschwand der Antisemitismus oder wurde er verdrängt? Wie spielt sich jüdisches Leben heute ab in Krakau, Prag oder Budapest? Sie sprechen mit den letzten Überlebenden, mit Rabbinern, Gemeindevertretern, jüdischen Intellektuellen, Museumsgründern, Friedhofswärtern, mit den Heimkindern in Odessa und den Bewohnern von Altersheimen, sie erzählen von den Respekt und Bewunderung einflößenden Lebenserfahrungen im Strom der Regimewechsel, der Tauwetter und Repressionen, bis hin zur Auflösung der Sowjetunion und ihren Folgen.
Für die jüdischen Gemeinden wird heute viel davon abhängen, ob die Länder Osteuropas bereit sind, der jüdischen Geschichte den ihr zustehenden Platz in den nationalen Erinnerungskulturen einzuräumen. Danach sieht es allerdings nicht aus. Manche glauben zwar an eine "Renaissance des Judentums". Aber in das Europa des noch jungen 21. Jahrhunderts ist der Hass zurückgekehrt.

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
Eintritt: € 7,00. Schüler, Studenten und München-Pass-Inhaber frei.
Anmeldung erbeten unter 089 / 20 24 00-491 oder per E-Mail: karten@ikg-m.de


Links:
Link zum Buch
LINK zur IKG
 
Mittwoch, 8. November 2017 | 19.00 Uhr | Rathaus, Konrad-Adenauer-Straße 2-6, Dachau

79. Jahrestag der Pogromnacht / Gedenken mit Zeitzeugengespräch mit Ivan Ivanij (*24.01.1929), KZ-Überlebender, Titos Dolmetscher und Schriftsteller

Am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen zerstört und Juden aus ihren Häusern ver-schleppt. Auch fünfzehn Bürgerinnen und Bürger Dachaus wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft aus der Stadt vertrieben. Nur wenige entkamen dem Holocaust. An die Opfer erinnern in Dachau „Stolpersteine“ und diese jährliche Gedenkveranstaltung.
Der Ehrengast und Zeitzeuge aus Belgrad, Ivan Ivanji, ist aufgewachsen im multiethnischen Banat mit drei Sprachen: Serbisch, Ungarisch und Deutsch. Als jüdischer Jugendlicher überlebte er die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald und wurde später Journalist, Titos Dolmetscher, Diplomat und Schriftsteller. Viele der Texte des überzeugten Jugoslawen haben autobiographische Bezüge, zuletzt „Mein schönes Leben in der Hölle“ (2014) und „Schlussstrich“ (2017).
Die musikalische Gestaltung: Jugendsinfonieorchester Dachau unter Leitung von Gudrun Huber mit Werken von Josip Sla-venski, John Williams und Joseph Haydn.
In Kooperation mit Stadt Dachau und Runder Tisch Zeitgeschichte
 
Donnerstag, 9. November 2017 | 14.00-17.30 Uhr | München - Herzog-Max-Straße - Gedenkstein

JEDER MENSCH HAT EINEN NAMEN - Namenslesung am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge

»Reichskristallnacht« – das Wort erinnert an eingeworfene Schaufenster von Geschäften jüdischer Eigentümer, an verwüstete Wohnungen, brennende Synagogen und mit Hetzparolen beschmierte Wände. Diese Zerstörungen waren jedoch nur die äußerlich sichtbaren Spuren der nationalsozialistischen Aggression.
Dahinter verbirgt sich weit mehr. »Kristallnacht«, das bedeutet auch und vor allem: geplante und spontane Gewaltausbrüche und Mordaktionen gegen Menschen – also: Terror jenseits materieller Zerstörungen.
Jüdische Münchnerinnen und Münchner waren bis 1933 Teil der Münchner Stadtgesellschaft. Viele engagierten sich privat oder beruflich für das kulturelle Leben der Stadt. Als Schauspieler, Künstler, Musiker, Schriftsteller, Architekten, Kunstsammler, Verleger, Fotografen und in vielen anderen kreativen Berufen hatten sie entscheidend zum Ruf Münchens als eine der führenden Kunstmetropolen Europas beigetragen.
Das NS-Regime nahm ihnen nahezu alle Möglichkeiten zur schöpferischen Arbeit und diffamierte ihre Werke als »undeutsch« und »entartet«.
79 Jahre nach den Novemberpogromen von 1938 erinnert die Namenslesung an mehr als 250 Münchner Künstler und Kulturschaffende, die im Holocaust ihr Leben verloren. Sie wurden entrechtet und verfolgt, gedemütigt und misshandelt. Sie wurden in Todeslager verschleppt und ermordet. Ihr Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt und ihre Lebensgeschichten sind aus dem kollektiven Gedächtnis weitgehend verschwunden.
Sie alle waren Bürger dieser Stadt. Wir wollen ihrer gedenken und ihre Namen nennen.
Veranstalter: Arbeitsgruppe »Gedenken an den 9. November 1938«



Dokumente:
Einladung zum Gedenken an den 9. November 1938
 
Dienstag, 14. November 2017 | 17.00 Uhr | München – Katholische Akademie

Vergessene katholische Widerstandskämpfer in Bayern

„Wie sich die katholische Kirche als Institution während des Nationalsozialismus verhalten hat, darüber wird wohl noch lange kontrovers diskutiert werden. Unbestreitbar aber ist die beachtliche Zahl der Katholiken, die es als ihre christliche Gewissenspflicht ansahen, aktiven Widerstand gegen den NS-Staat zu leisten.
Viele erkannten schon früh die Gefahr der nationalsozialistischen Bewegung und stellten sich ihr mutig entgegen. Sie wider-sprachen damit dem Anspruch der totalitären Ideologie auf die Verfügungsgewalt über Menschen, prangerten die Terrori-sierung und Ermordung zahlloser Unschuldiger an, riefen zum Sturz des Unrechtsregimes auf. Dabei waren sie allerdings häufig auf sich allein gestellt, wurden nicht selten im Stich gelassen und mussten ihren mutigen Einsatz oftmals mit ihrem Leben bezahlen.
Nach dem Krieg gerieten dann viele Christen, die in exemplarischer Weise Widerstand geleistet hatten oder gar zu Blutzeu-gen geworden waren, in der Öffentlichkeit mehr oder weniger in Vergessenheit.
Die Veranstaltung erinnert an vier katholische Persönlichkeiten aus Bayern, die Machtmissbrauch und Unrecht widerstanden und dafür ihr Leben lassen mussten. Das Andenken an diese Märtyrer des Widerstands muss lebendig bleiben!“ (Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor)

Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg
(1902-1945).
Ein konservativer katholischer Christ und bayerischer Monarchist im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
     Dr. Maria Theodora Freifrau von dem Bottlenberg-Landsberg,
     Historikerin und Tochter des Widerstandskämpfers, Essen
Franz Sperr (1878-1945).
Gesandter und Widerständler im Dienste Bayerns
     Manuel Limbach, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesarchiv in Koblenz
Hans Wölfel (1902-1944).
Rechtsanwalt – Katholik – Gegner des Nationalsozialismus. Ein Bürger Bambergs
     Dr. Alwin Reindl, Studiendirektor a.D., Bamberg
Walter Klingenbeck (1924-1943).
Ein Münchner Jugendwiderständler aus dem katholischen Milieu
     Dr. Jürgen Zarusky, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Veranstalter: Katholische Akademie in Bayern | Mandlstraße 23 |80802 München | U3/U6 Münchner Freiheit

Tel.: 089 / 381 02-0 · Fax: 089 / 381 02-103 | info@kath-akademie-bayern.de
Ausführliches Programm bei Links


Links:
Auschreibung - Einladung der Katholischen Akademie
 
Ab sofort

Kriegsmäler in München – eine neue APP!
für realen und / oder virtuellen Stadtrundgang

Die App „Kriegsmäler“ bietet eine Auswahl katholischer, evangelischer und jüdischer Denkmäler aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg an ihren historischen Standorten in München. Der besondere Fokus liegt auf der Deutung der Text-, Bild- und Symbolsprache des jeweiligen Denkmals, durch die sich die Vertreter der Religionsgemeinschaften in der damaligen gesellschaftlichen Debatte um Krieg und Frieden positionierten.
Die zwölf Standorte können über eine interaktive Karte erschlossen werden. Begleittexte, historische Abbildungen, aktuelle Fotos und Audiokommentare geben ausführliche Hintergrundinformationen. Eine Einleitung und ein zusammenfassender Kommentar erleichtern die historische Einordnung. Ein vollständiges Nachweisverzeichnis ermöglicht die weitere Vertiefung.
Die integrierte Navigationsfunktion und die Einbindung von „Google Street View“ erlauben einen virtuellen oder realen Stadtrundgang durch München.

WISSENSCHAFTLICHE KONZEPTION:
Prof. Dr. Andreas Holzem, Dr. Antonia Leugers  |  Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte | Eberhard Karls Universität Tübingen  |  www.uni-tuebingen.de > Fakultäten > Katholisch-Theologische Fakultät > Lehrstühle > Mittlere und Neuere Kirchengeschichte

ENTWICKLUNG, BEARBEITUNG, DESIGN / GESTALTUNG:
Sebastian Offergeld M.A.
Offergeld Applications - Neue Wege digitaler Wissensvermittlung – München
www.offergeld-applications.de

FÖRDERUNG:
Diese App ist im Rahmen des DFG-Projekts „Katholische Kriegsfriedensdiskurse (1914/18-1939/45). München zwischen kulturellem Pluralismus und ‚Hauptstadt der Bewegung’“ am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Eberhard Karls Universität Tübingen entstanden und wurde unter Verwendung der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellten Mittel publiziert.
Die Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau / Fachbereich Erinnerungs- und Gedenk-stättenarbeit und die Theologische Hochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Augusta-na, haben die Virtuelle Ausstellung finanziell gefördert.
Wir danken der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Frau Dr. h.c. Charlotte Knobloch, für die freundliche Erlaubnis, auf dem Neuen Israelitischen Friedhof München fotografieren zu dürfen.
Wir danken allen Inhabern von Bildrechten für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung. Die Autoren dieser App haben sich bemüht, die Inhaber der Rechte an den veröffentlichten Abbildungen ausfindig zu machen. Dies ist nicht in allen Fällen gelungen. Die Autoren erklären sich deswegen nach den üblichen Regularien zur Abgeltung solcher Rechte bereit, falls diese nachgewiesen werden können.

HINWEISE ZUR APP "KRIEGSMAELER"
Zitierweise: Andreas Holzem, Antonia Leugers, Axel Töllner, Kriegsmäler der Religionsgemeinschaften in München. Eine Auswahl der Jahre 1921 bis 1937. (Stand: 1. August 2015). APP "Kriegsmäler"
Im nächsten Jahr wird ein Buch mit ausführlicherem Darstellungsteil zu den Kriegsmälern erscheinen.
Alle historischen Abbildungen wurden aus archivrechtlichen Schutzvorgaben in niedriger Auflösung aufgenommen. Der Abbildungsnachweis ist unter dem Zeichen ? in Kurzform, bei den Nachweisen (Abbildungen, Literatur, Archive, Auskünfte) jeweils ausführlich mit Signatur belegt.
Das Impressum (i) enthält alle rechtlich relevanten Informationen.



Links:
LINK zur APP Kriegsmäler in München im App Store
LINK zur APP Kriegsmäler in München bei Google
LINK zu Offergeld Applications
 
Termin auf Anfrage

Der Gerade Weg gegen Hitler
auf den Spuren von Dr. Fritz Gerlich
- von den Nationalsozialisten ermordeter Journalist

Geführter Rundgang mit u.a. folgenden Stationen 
ehemaliges SZ‑Gebäude |  Hofstatt, Ettstraße (Polizeipräsidium) | Pater-Rupert-Mayer-Museum (Bürgersaalkirche) | Dom.
Referent:  Georg Walser   ||   Dauer: ca. 2 Stunden
In der von ihm herausgegebenen Zeitung "Der gerade Weg" hatte Fritz Gerlich u.a. am 31. Juli 1932 geschrieben „Nationalsozialismus heißt: Lüge, Hass, Brudermord und grenzenlose Not.”Schon am 9. März 1933 wurde er in seinen Redaktionsräumen von den Nationalsozialisten mißhandelt und verhaftet, im Polizei-Gefängnis in der Ettstraße im Mai 1933 fast totgeschlagen und zum Selbstmord aufgefordert.
Am 30. Juni 1934 wurde er von der Ettstraße in das Konzentrationslager Dachau verschleppt und dort noch in derselben Nacht ermordet.

Referent: Georg Walser, Zorneding | Kursgebühr € 9,-- MVV Ticket erforderlich!
Kooperation mit Münchner Bildungswerk e.V.
Karten sind am Treffpunkt erhältlich!

Das Bayerische Fernsehen brachte im Juni 2014 eine zu Gerlich - der Rundgangsleiter Georg Walser kommt mehrfach zu Wort (siehe LINK - leider nicht mehr in der Mediathek)


Links:
Treffpunkt Hofstatt
LINK zum MÜNCHNER BILDUNGSWERK
LINK zu STATTREISEN
Dokumentation des BR zu Fritz Gerlich
Arbeitshilfe von www.filmwerk.de zum Film
 
verschiedene Termine im Jahr 2016

Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau

Die KZ-Gedenkstätte Dachau und deren Bildungsabteilung führen z.T. regelmäßige Veranstaltungen durch; soweit sie nicht hier erscheinen, sind sie auf der homepage der KZ-Gedenkstätte angekündigt.

Zeitzeugengespräche | Themenführungen | Vorträge | Buchvorstellung


Links:
Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau