Literatur

 
Schumann Klaus(Konzept), Schmidinger Ludwig (Umsetzung), Wieder Claudia (Layout)
zum A U S L E I H E N :
 
 
Ausstellung:
Fritz G E R L I C H  (1883-1934) – Als Journalist gegen Hitler


In der Nacht von 30. Juni auf 1. Juli 1934 wurde Fritz Michael Gerlich im KZ Dachau ermordet. Am 9. März 1933 wurde er gleich nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten von einem SA-Trupp in der Redaktion der Zeitschrift „Der gerade Weg“ verhaftet. In den 15 Monate im Polizeigefängnis in München und in Stadelheim war er mehrfach schwersten Misshandlungen ausgesetzt. Seit 1930 hatte Gerlich mit seiner Zeitschrift gegen Hitler und die Nazis gekämpft: „Nationalsozialismus heißt: Lüge, Hass, Brudermord und grenzenlose Not.”

Die Ausstellung zeigt auf 17 Bannern (ca. 80x220 cm) vor allem Dokumente der Auseinandersetzung Fritz Gerlichs mit dem Nationalsozialismus und einige biografische Informationen.

Sie kann ausgeliehen werden. Nähere Informationen bei Ludwig Schmidinger (siehe Kontakt).

Links:
Film bei Landesmediendienste Bayern: Geheimakte Gerlich/Bell

Dokumente:
Ausstellung: Ansicht im pdf-Format zum Download
 
Regie : Henric L. Wuermeling
Produktion : BR, ORF und Süddeutsche Zeitung
Geheimakte Gerlich/Bell
Aus München, der "Hauptstadt der Bewegung", wurden die schärfsten Presse-Attacken gegen Hitler und die Nationalsozialisten geführt. Dort, wo die Anfänge des Nationalsozialismus in Deutschland waren, da formierte sich starker Widerstand - geführt von einem Mann, der Hitler bis ins Innerste erkannte: der Herausgeber der katholischen Wochenzeitung "Der gerade Weg", Dr. Fritz Gerlich. Wer war dieser Mann, der Hitler bis zur letzten Sekunde öffentlich und kompromisslos die Stirn bot? Warum musste er erschossen werden? Gab es einen Putschplan Röhms gegen Hitler, und was hatte die stigmatisierte Therese Neumann aus Konnersreuth mit dem Widerstand gegen Hitler zu tun? Eine minutiöse Recherche des explosiven Materials in Zusammenarbeit von BR, SZ und ORF.
Laufzeit: 90 Minuten
Produktionsland: D
Produktionsjahr: 1994

Mediennummer(n):
7397001 VHS
9197001 Buch


Links:
Landesmediendienste Bayern e.V.
 
Metz, Johann Baptist:
MEMORIA PASSIONIS, ein provozierendes Gedächtnis in pluralistischer Gesellschaft, Herder,
Freiburg/Basel/Wien 20063
ISBN 978-3-451-28941-5
 
Hinricher OCD, Sr. Gemma

Geistliches Leben im Dienst der Versöhung
Vortrag - gehalten auf dem 23. Evangelischen Kirchentag in Berlin 1989
aus: Quatember 1989, S.190-203 | s. www.quatember.de



Dokumente:
Geistliches Leben im Dienst der Versöhnung
 
Wendel-Gilliar:
Das Reich des Todes Band I u. II
 
Haub, Rita:
Es fordert den ganzen Menschen - Jesuiten im Widerstand,
Echter Verlag GmbH, Würzburg, 2007,
ISBN 978-3-429-02718-6
 
Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, Schriftleitung Albrecht Liess, Konzept Peter Pfister (federführend) (Hrsg):
Ausstellungskataloge der Staatlichen Archive Bayerns, Nr. 44: Kardinal Michael von Faulhaber 1869-1952,
ISBN 3-921635-67-5,
ISSN 0932-5042,
Bezugsadresse: Erzbistum München und Freising, Karmeliterstraße 1, 80333 München, bes. Seiten 262-402
 
Pfister, Peter (Hrsg.):
Blutzeugen der Erzdiözese München und Freising: Die Märtyrer des Erzbistums München und Freising in der Zeit des Nationalsozialismus,
Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 1999,
ISBN 3-7954-1270-6
 
Bernard, Jean:
Pfarrerblock 25487 - Ein Bericht.
Hrsg. von Charles Reinert und Gebhart Stillfried, Verlag Anton Pustet München, 1962
 
Hess, P. Sales:
KZ-Dachau - eine Welt ohne Gott. Erinnerungen an 4 Jahre Konzentrationslager Dachau,
Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach, 19959
ISBN 3-87868-199-2
 
Mack, Josefa - Imma Maria:
Warum ich Azaleen liebe. Erinnerungen an meine Fahrten zur Plantage des KZ Dachau vom Mai 1944 bis April 1945,
EOS-Verlag Erzabtei St. Ottilien 1988
ISBN 3-88096-750-4
 
Neuhäusler, Johannes:
Amboß und Hammer - Erlebnisse im Kirchenkampf des Dritten Reiches,
Manz Verlag München 1967
 
Neuhäusler, Johannes:
Wie war das im KZ Dachau? Ein Versuch der Wahrheit näher zu kommen.
Dachau 13. Auflage 1986
 
Zámecník, Stasnislav:
Das war Dachau,
hrsg. von Stiftung Comité International des Dachau,
Luxemburg 2002,
ISBN 2-87996-948-4
 
Scheipers, Herrmann
 
Kai Kappel
Religiöse Gedenkorte in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Mit einem Beitrag von Björn Mensing und Ludwig Schmidinger

Geleitwort von Erzbischof Reinhard Marx, Landesbischof Johannes Friedrich, Erzbischof Longin von Klin
Geleitwort von Josef Schuster

Deutscher Kunstverlag Berlin München
ISBN 978-3-422-02237-9
http://www.deutscherkunstverlag.de/controller.php?cmd=detail&titelnummer=72237&verlag=2 

auch in englischer Sprache erhältlich
http://www.deutscherkunstverlag.de/controller.php?cmd=detail&titelnummer=72238 

The first complete documentation covering the chapels, churches and convent built on the Dachau Concentration Camp Memorial Site from 1960-1995 and also the Jewish Memorial. These include the Protestant Church of Reconciliation by Helmut Striffler, a major work of postwar architecture in Germany. The work also addresses the problematic planning processes in the first decade after liberation.

Gesamtdokumentation der 1960–95 in der KZ-Gedenkstätte Dachau errichteten Kapellen und Kirchen sowie des Klosters und der jüdischen Gedenkstätte im Lager Dachau. Darunter ist ein Hauptwerk der Nachkriegsarchitektur in Deutschland: die evang. Versöhnungskirche Helmut Strifflers. In den Blick genommen werden auch die problematischen Planungen im ersten Jahrzehnt nach der Befreiung.

Dachau, 1933 als eines der ersten dauerhaften Konzentrationslager eingerichtet, ist bis heute ein Synonym für den menschenverachtenden NS-Unterdrückungsapparat, »ein Bezirk, dessen Boden uns durch die Sohlen brennt, auch wenn wir ihn nie betreten haben« (Ulrich Conrads).
Ausgehend von den Erfahrungen der im KZ Dachau inhaftierten Geistlichen, gab es bereits kurz nach der Befreiung Planungen, das Dachauer Lagerareal durch Kreuzzeichen und Kirchenbauten christlich zu prägen. Zwischen 1960 und 1967, im Kontext der Errichtung der KZ- Gedenkstätte, entstanden an einem »Ort der Meditation« die katholische Todesangst-Christi-Kapelle, die jüdische Gedenkstätte und die international bekannte evangelische Versöhnungskirche. Ergänzt wurden diese durch das Karmelitinnenkloster »Heilig Blut« sowie die russisch-orthodoxe Auferstehungskapelle.
Die religiösen Erinnerungsorte im ehemaligen Lager Dachau künden vom gesellschaftlichen Neuaufbruch und vom aufrechten Willen zum Gedenken. Ihre komplexe Baugeschichte wie auch ihre Kunstwerke werden in dieser reich bebilderten Publikation erstmals gemeinsam vorgestellt. Zudem berichten die vor Ort Tätigen von der kirchlichen Gedenkstättenarbeit.
 

 
Wabbel, Tobias Daniel:
Das Heilige Nichts. Gott nach dem Holocaust, Mit Beiträgen von Benedikt XVI., Edwin Black, Marc H. Ellis, Ralph Giordano, Irving Greenberg, Gideon Greif, Ofer Grosbard, Klaus Kühlwein, Hans Küng, Karl Kardinal Lehmann, Jack Miles, Jürgen Moltmann, Christoph Münz, John T. Pawlikowski, Ralf Georg Reuth, Konrad Riggemann, David Rosen, Richard L. Rubenstein, Tobias D. Wabbel. Patmos Verlag Düsseledorf 2007,
ISBN 978-3-491-72510-2
 
Siefken, Hinrich; Vieregg, Hildegard (Hrsg.):
Resistance to National Socialism. Arbeiter, Christen, Jugendliche, Eliten. Forschungs- und Erfahrungsberichte. Second Nottingham Symposium edited by Hinrich Siefken and Hildegard Vieregg,
University of Nottingham Monographs on the Humanities, vol ix, 1993,
ISBN 0 900572 77 9; (dort eine Auswahlbibliographie von Hans Maier zu "Christlicher Widerstand im Dritten Reich". S. 173-178)
 
Gerhardus, Sabine; Mensing Björn (Hrsg.):
Namen statt Nummern. Dachauer Lebensbilder und Erinnerungsarbeit,
Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 2007,
ISBN 978-3-374-02488-9;
Hier z.B. eine Biographie zu Karl Leisner

Links:
"Namen statt Nummern" - Gedächtnisbuch und Ausstellung
 
Buchmann, Michael:
Namen statt Nummern - Ein Kreuzweg auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau.
In: Gerhardus, Sabine; Mensing Björn (Hrsg.): Namen statt Nummern. Dachauer Lebensbilder und Erinnerungsarbeit,
Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 2007,
ISBN 978-3-374-02488-9; S. 312-324
 
Thomas Kempter
GOTT FEIERN IN DACHAU - DIE FEIER DER EUCHARISTIE IM KZ DACHAU; Diplomarbeit im Fach Liturgiewissenschaft an der ALBERT - LUDWIGS - UNIVERSITÄT,Freiburg im Breisgau,
Theologische Fakultät, Institut für systematische Theologie, Dogmatik und Liturgiewissenschaft, als pdf-Dateil hier im Anhang.

Dokumente:
Gott feiern in Dachau
 
Dachauer Forum e.V. (Hrsg.)
Internationale Wanderausstellung "Namen statt Nummern"

Mit Porträts von:
Anson (Ansbacher), Martin, * 16.7.1909, Deutschland
Bondar, Wassyl Petrowytsch, * 1.2.1926, Ukraine
Brafman, Marc, * 7.3.1920, Polen/Frankreich
Brandsma, Titus, * 23.2.1881, Niederlande
Concaret, Félix, * 25.10.1899, Frankreich
Czarkowski, Wincenty, * 6.4.1917, Polen
Daffner, Ignaz, * 30.5.1906, Deutschland
Federn, Ernst, * 26.8.1914, Österreich
Halajko, Mussij Dmytrowytsch, * 10.6.1925, Ukraine
Hener, Israel, * 5.7.1906, Polen/Deutschland
Horvath, Karl Wacker, * 13.4.1908, Österreich
Karstanje, Hubregt (Hubert), * 15.6.1894, Niederlande
Katschmar, Kusma Petrowytsch, * 13.11.1917, Ukraine
Kudin, Pjotr Stepanowitsch, * 20.12.1924, Ukraine
Leisner, Karl, * 28.2.1915, Deutschland
Marx, Ludwig, * 2.8.1891, Deutschland/Großbritannien
Niemöller, Martin, * 14.1.1892, Deutschland
Puchta, Friedrich, * 24.11.1883, Deutschland
Sachartschuk, Fjodor Wladimirowitsch, * 7.9.1925, Ukraine
Toureille, Philippe, * 20.2.1921, Frankreich
Wittmann, Ludwig, * 1.12.1889, Deutschland
Wolodko, Wassyl Pawlowytsch, * 22.10.1924

Links:
www.gedaechtnisbuch.de
 
Neupert, Jutta (Hrsg.):
Vom Ducken und Aufrechtgehen. Ein Lesebuch über Christen im Dritten Reich,
hrsg. für den BDKJ, Landesarbeitsgemeinschaft Bayern,
Verlag Pustet Regensburg 1989,
ISBN 3-7917-1217-9
 
Leugers Antonia
Jesuiten in Hitlers Wehrmacht
Kriegslegitimation und Kriegserfahrung
2009, ca. 240 Seiten, ca. € 34,90

Die Jesuitenpatres Alfred Delp und Rupert Mayer gehören zu den bekanntesten Widerstandskämpfern gegen das NS-Regime. Im KZ-Dachau bildeten die Jesuiten die größte Gruppe unter den Ordensgeistlichen.
Weniger bekannt ist, daß annähernd 700 Jesuiten als Soldaten in der Wehrmacht dienten.
 
Die Tübinger Kirchenhistorikerin Dr. Antonia Leugers analysierte auf der Basis zahlloser Feldpostbriefe, wie diese Soldaten den Krieg verstanden, wie sie sich selbst und den Gegner sahen.


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